Anzani



Für alle Interessierten



Neuerscheinung "Die schnellen Zwanzigerjahre"

Unser lieber Bernhard Brägger-der vom Klausenrennen-schreibt hier
die Geschichte der Cyclecars und Voiturettes .
Für alle, die  sich gerne ein paar Geschichten erzählen lassen
aus einer Zeit, als diese Wagen entstanden sind und was aus ihnen geworden ist!

Das Buch mit  ca. 120 Seiten ist mit 100 großformatigen aktuellen Action - Farbbildern bestückt
mit Fotos bekannter Formel 1 - Fotografen
wie Daniel Reinhard, Ulli Jooss und Urs Heer.
Preis 28.- Euro  ISBN 3-9809409-2-6  ab November 2004
oder besser beim Verlag
SP-Verlag
mailto:info@sp-verlag.de
http://www.sp-verlag.de

Tel 0049-7431-500233

Mozartstr.17
DE-72458 Albstadt


 
 

Cyclecar der Marke Collet Anzani von1924
 


Anzani Collet von 1924 beim Klausenrennen 1998

Anzani war eine kleine italienische Firma, die in den zwanziger Jahren von 1923 bis 1924 in Mailand sich dem Bau von Cyclecars widmete.

Alessandro Anzani, berühmt durch den Bau des 3-Zylinder-Sternmotors für BleriotsKanalüberquerung im Jahre 1909, baute diesen wahrscheinlich heute noch einzig existierenden Rennwagen.
 

Alessandro Anzani (1879-1956)

Planer, Konstrukteur und Rennfahrer aus Mailand, gehörte nicht nur zu der Pionieren auf dem Gebiet von Motorrad und Automobil, sondern auch im Bereich der frühen Luftfahrt.
Er war ein genialer Techniker und trug grundlegend zur Entwicklung des Motorenbaus bei, wobei er bemerkenswerte technische Lösungen erdachte, die später von anderen Konstrukteuren übernommen wurden.
         Der leidenschaftliche Motoren- und Maschinenenthusiast verließ zu Anfang unseres Jahrhunderts seine italienische Heimat und ging nach Frankreich.
         In Paris fand er eine Stellung bei Buchet, einem Motoradkonstrukteur, der sich vor allem auf den Bau von großvolumigen Rennmotoren spezialisiert hatte.
Anzani arbeitete als Werksfahrer, war aber auch in der Werkstatt ein geschätzter Mitarbeiter und überaus geschickt im Umgang mit den Motoren der von ihm gefahrenen Rennmaschinen. 1906
         verließ Anzani Buchet, um sich selbständig zu machen. Auch seine Rennfahrertätigkeit opferte er dem Motorenbau.
Möglicherweise war das erste von Anzani gebaute Motorrad mit einem Dreizylinder-V-Motor schon 1904 enstanden,  J. A. Sheldon dagegen meint, Anzani habe es erst 1907 konstruiert,
         nachdem er sich bereits selbständig gemacht hatte. 1907 begann sich der Italiener für die Luftfahrt zu interessieren, die damals noch in den Kinderschuhen steckte. Aus dem erwähnten Dreizylinder-Motorradmotor endstand schließlich zwei Jahre später sein erster
         Flugzeugmotor. Dieser luftgekühlte Anzani-Motor steckte in dem Eindecker, in dem der Franzose Louis Blériotam 27.7.1909 in rund 27 Minuten zum ersten Mal den Ärmelkanal überflog.
Ein Unternehmen, das zunächst unmöglich erschien, da die Entfernung für ein Flugzeug jener tage beträchtlich war und es noch keine Motoren gab, die eine ausreichende Sicherheit hätten gewährleisten können. Da hatte sich Blériot schließlich an Anzani gewandt, der ihm seinen 35 PS-Motor anbot. Bereits 1906 hatte Anzani den Präsidenten des französischen Aero-Clubs, Ernest Archdeacon kennengelernt.
Gemeinsam konstruierten die beiden das berühmte Propeller-Motorrad, mit
        dessen Hilfe sie das Verhalten des Propellers und die Kraftübertragung bei verschiedenen Drehzahlen untersuchen wollten. Die Experimente diehnten der Weiterentwicklung der Flugzeuge deren Flugverhalten verbessert werden sollte. Das Propeller-Motorrad von Anzani und Archdeacon soll eine Höchstgeschwindigkeit von rund 80 km/h erreicht haben. Ein wirklich
außergewöhnlicher Wert, wenn man bedenkt, welch kurioses Gefährt ihn zustande brachte. Zeitgenössischen Berichten zufolge war das Propeller-Motorrad mit einem längs im Rahmen eingebauten Zweizylinder-V-Motor ohne Gangschaltung ausgerüstet, der eine Leistung von 6 PS lieferte.
 Die Kraftübertragung erfolgte über einen Riemen vom Motor auf die Propellerwelle. Der Motor soll bei Buchet hergestellt worden sein, wahrscheinlicher ist jedoch,
         daß der von Anzani selber gebaut worden war. Man weiß auch von einem anderen in jener Epoche entstandenen Anzani-Motorrad, bei dem der Motor
         im Rahmendreieck lag und der Antrieb über eine Kette erfolgte. Weitere Einzelheiten über diese Maschine sind leider nicht bekannt. 1923 stellte Claude
         Temple mit einem von Anzani konstruierten 996 cm3-Zweizylindermotor einen Weltrekord auf, als er einen Schnitt von 175 km/h fuhr, was dem
         Konstrukteur noch größere Popularität einbrachte. Anzanis Hauptproduktionsstätte befand sich in Frankreich, in Courbevoie.
Aber auch in Italien arbeitete die Fabbrica Motori Anzani auf Hochtouren.
Sie hatte ihren Sitz in Mailand.
Hier wurde wohl der Motor  für den oben abgebildenten Anzani Rennwagen gebaut.
Das Fahrzeug selbst entstand in Frankreich.
In Großbritannien genoß die British Anzani Motor
         Company großes Ansehen. Sie stellte nicht nur Motorrad-, sondern auch Flugzeugmotoren her.
1922 kam ein neuer Zweizylinder-Boxermotor mit
         einem Hubraum von 500 cm3 (Bohrung und Hub 50 x 79 mm), untenliegender Nockenwelle und im Zylinder hängenden Ventilen in den Handel.
         Dieser Motorentyp wurde zudem in einer seitengesteuerten 750 und 1000 cm3-Version geliefert. Die British Anzani produzierte nach einem Entwurf
         Anzanis einen 996 cm3-Zweizylinder-V-Motor, der zwischen 1923 und 1926 in zahlreiche Rennmaschinen von Privatfahrern eingebaut wurde. Das
         Resultat war beachtlich. Ein Ende der 20er Jahre in Frankreich sehr beliebtes Motorrad trug einen 75 cm3-Anzani-Motor.
Bemerkenswert ist schließlich, daß die British Anzani 1953 mit einem
         250 cm3-Zweitakt-Drehschiebermotor eine Renaissance erlebte und wieder in die Motorradszene Eingang fand.
         Es handelte sich um einen stehenden Zweizylindermotor mit zwei getrennten Gehäusen. Er besaß eine, für jene Zeit typische, zusammengesetzte Kurbelwelle. Der Motor war mit einem Vierganggetriebe ausgerüstet und wurde von
         1954 an in Serie produziert.



 

FOTOS

Klausenrennen 1998

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


Klausenrennen1998

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


Montlhery Paris 1998 Das Fahrzeug war seit 1936 wieder das Erste mal auf der historischen Rennstrecke in Paris

Auch an der Vintage Monthlery 2000 in Paris am 29.-30. April war das Fahrzeug dabei.

 
 
 
 
 

Montlhery Paris 1998

 
 


















 
      
        Motor Anzani 1100ccm Vollaluminium Kopf und Zylinder ein Stück O.H.C. Doppelzündung Ventilsteuerung über Zahnräder

 
 
 
 
 


 



 
 
 
 


Automobilmuseum von Loheac Bretagne Frankreich
(Besitzer Serge Pozzoli)

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


 

Automobilmuseum von Loheac Bretagne Frankreich im Besitz von Serge Pozzoli
 


Artikel in Retro Hebdo Nr.56 Ausgabe 2.4.1998

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Start des Rennens Bol d`Or 1926



 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

1961 in Frankreich  im Besitz von Serge Pozzoli


Zu guter letzt:

Fotos und Beschreibung von einem 1922 DeMarcay  mit einem Anzani 2-Zylinder V-Motor luftgekühlt
Demnächst hier?-noch liegt das Auto im Regal!!

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